Wappen der Ortsgemeinde Mommenheim

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"Geburtsurkunde" von Mommenheim

Staatsarchiv Würzburg, Mainzer Bücher verschiedenen Inhalts Nr. 72, Blatt 109 (Ausschnitt)[Bild: StArch WÜ MZer Bücher versch. Inh Nr 72 B 109]

Bisher waren als Quellen für die früheste Erwähnung Mommenheims im Lorscher Kodex die Urkunden Nr. 1352 und Nr. 1366 im Gespräch. Historia Mommenheim bat Herrn Prof. Dr. Stefan Weinfurter um Überprüfung dieser beiden Quellen. Wir haben am 21. August 2013 folgende Antwort erhalten:

"Lieber Herr Kranz,
jetzt bin ich endlich dazugekommen, mir die Quellen anzusehen. Die Sache ist ganz einfach: Die Jahre 764 und 765 scheiden aus, weil die in den beiden Schenkungsurkunden genannten hl. Nazarius von Lorsch und Abt Gundeland von Lorsch am 23. Mai 765 noch nicht in Lorsch waren. Das frühest mögliche Datum kann also nur der 23. Mai 766 sein. Nr. 1352 ist demnach für die Datierung unbrauchbar. Das hier genannte 13. Regierungsjahr Pippins muss man korrigieren, vielleicht in 14. Dann wäre man jedenfalls im selben Jahr, das die Urkunde Nr. 1366 nennt (20. Juni 766). Hier ist alles korrekt angegeben. Folgerung: Die früheste Nennung von Mommenheim fällt in das Jahr 766.
Herzliche Grüße Stefan Weinfurter"

Der derzeit gesicherte Stand für die urkundliche Ersterwähnung Mommenheims ist daher das Jahr 766.

Den entsprechenden Auszug aus dem Lorscher Kodex haben wir oben stehend veröffentlicht. Wir danken dem Staatsarchiv Würzburg für die Genehmigung zur Veröffentlichung dieser Urkunde.

Ehrenmal 1870/71 fertig gestellt

Jetzt mit vergoldeten Elementen[Bild: Ludwig Kranz]

Die professionelle Restaurierung des Ehrenmals 1870/71 ist nunmehr abgeschlossen. Siehe Fotos rechts.

 

 

 

 

 

 

 

Postgeschichte von Mommenheim

Dank des Vereins für Postgeschichte in Rheinhessen können wir die Postgeschichte von Mommenheim in einer überarbeiteten Version präsentieren. Wir bedanken uns für die Genehmigung zur Veröffentlichung bei dem Verein für Postgeschichte in Rheinhessen, der auch die Urheberrechte an dieser Publikation inne hat.

Wenn Sie weitere Informationen zur Postgeschichte in Mommenheim haben, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf. Wir werden die Hinweise an Herrn Manfred Hinkel vom o.g. Verein weiterleiten.

Das PDF mit der Postgeschichte finden Sie hier.

100 Jahre elektrischer Strom in Mommenheim

Es ist erst 100 Jahre her, dass Mommenheim an das Stromnetz angeschlossen wurde. Am 6.12.1912 kamen etwa 120 Haushalte in den Genuss der elektrischen Stromversorgung (damals 208 V für Kraft und 120 V für Licht) . Aus der Chronik von Grimm (S. 80 ff.) seien hier einmal die Strompreise zitiert:

40 Pfennig / KWh für Licht

20 Pfennig / KWh für Kraft am Tage

30 Pfennig / KWh für Kraft abends und

12 Pfennig / KWh für Koch- und Heizzwecke

Hinzu kam eine monatliche Zählermiete von 20 bis 50 Pfennig, je nach Anzahl der Lampen.

Wenn man hierbei bedenkt, dass damals das Durchschnittseinkommen 1.164 Mark pro Jahr betrug (Quelle: Wikipedia), kann man sich ausrechnen, was der Strom damals für ein Luxusgut war.

 

Ausstellung mit archäologischen Funden in der Volksbank

Beim Aufbau der Ausstellung

Im Jahr 2013 fand der Mommenheimer Winzermeister Klaus Reck bei der Neuanlage eines Weinbergs viele Scherben und Knochenteile. Dieser Fund wurde bei der Landesarchäologie gemeldet und katalogisiert.

Durch Zusammenarbeit von Historia Mommenheim und dem Verein „Archäologie in Rheinhessen und Umgebung“ (ARU) konnten schließlich zwei Doktoranden gefunden werden, die den Fund wissenschaftlich aufgearbeitet haben. Die beiden Archäologen Finn Schreiber und Florian Miketta haben darüber hinaus eine kleine Ausstellung mit den Funden in der Schalterhalle der Volksbankfiliale in Mommenheim aufgebaut. Damit werden die Funde auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Geschichte von den Funden bis zur Ausstellung finden Sie hier.

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Volksbank bis auf weiteres zu sehen.

Gedenkstein für das Wiederbestattungsgrab

Jetzt ist es endlich soweit: Über dem Wiederbestattungsgrab der in der Gemarkung gefundenen Knochen aus der Frankenzeit steht ein Gedenkstein.

Wer nicht auf den alten Friedhof in Mommenheim kommen kann, kann sich hier die Bilder ansehen.

 

 

Die Knochenfunde vom Nazarienberg

Im Sommer 2003 wurden bei einer Weinbergsrodung am Nazarienberg menschliche Gebeine zu Tage gefördert. Diese wurden geborgen und am 5.4.2008 auf dem alten Friedhof in Mommenheim würdevoll wieder bestattet. Diese Präsentation mit vielen Fotos stellt die Geschichte ausführlich dar. Die Funde gaben den Anstoß zur Gründung des Geschichtsvereins Historia.